Vierfarb-Träume

Die bunte Welt der sequenziellen Kunst mit SpOOkyO

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Ich enstaub mal meinen Blog hier.....

 

Hallo liebe Nerdettes und Nerds,

Comics sind bäh, Comics sind was für Kiddies und Casualleser. Besonders US Superhelden Comics sind hohl und dumm. Dort tragen die Leute nämlich meist ihre Unterwäsche über der Hose.

Das ist aber nicht immer der Fall und wenn man sich entschließt, mal ein wenig tiefer zu graben, dann wird man vielleicht überrascht feststellen, dass sich unter der bunten Oberfläche von muskelbepackten Helden und Heldinnen in knappen Röckchen und Höschen doch mehr befindet, als man auf den ersten Blick annehmen mag.

So, sit back, relax, enjoy the ride and let me show you how deep the rabbit hole really is:

 

The Seven Levels of Morrison

Oder

Comics überinterpretieren mit SpOOkyO

 

Seven Soldiers of Victory war ein Versuch von Grant Morrison and von DC, möglichst vieles auszuprobiern.
Es war ein Versuch das erste Superhelden Team der Welt zu erschaffen, dass sich nie trifft. Ich bin versucht zusagen, es war das erste post-moderne Superhelden Team, aber Milligan kam Morrison mit den X-Statix zuvor und Grant kam Morrsion mit seinen eigenen New X-Men zuvor.
Es war ein Versuch eine Reihe alter DC Figuren, zu verjüngen, zu revitalisieren und wieder populär zu machen.
Es war Morrisons Versuch ein komplettes Verlags Crossover alleine zuschreiben. (Nicht sein erster Versuch, aber beim ersten hatte er dann doch Hilfe. DC One Million kann ich nur sehr empfehlen, sehr geil.)

Ob nun all diese Ziele erreicht worden sind, ist mir ziemlich wumpe. Ich bin aber sicher es das für die DC war, erfolgreich meine ich. Alles was ich weiß, dessen ich mir sicher bin, dass es brillant war und viel tiefer geht als so manches andere Superhelden Epos.

Und darum geht es in diesem Post.

 

1. Seven Soldiers funktioniert als Adventure Comic: Eine unaufhaltsame Armee aus der Zukunft vergewaltigt und plündert die Vergangenheit. Die Seven Soldiers müssen sie aufhalten.

2. Jedes “Buch” funktioniert als individuelle Genre Geschichte.
Shining Knight ist ein klassisches „sword and sorcerery“ Comic.
Manhatten Guardian ist das street-level JackKirby Captain America/Jimmy Olsen Comic. Zatanna ist ein Drogen inspiriertes Magie Buch, eine Hommage an die Dr. Strange Stories von Steve Englehart aus den 60er/70er Jahren.
Klarion and Frankenstein sind Horror-Geschichten (jedoch mit unterschiedlichen Geschmacksrichtungen…Frankenstein ist Pulp-Horror, Klarion ist jenseitiger Horror). Bulleteer ist das klassische ‘Held wider Willen’ Comic, versinnbildlich durch James Robinson’s Starman, eingeführt durch Stan Lees & Steve Ditkos Spiderman.
Mr. Miracle ist das kosmische Zeug, offensichtlich sehr Jack Kirby inspiriert. (New Gods, Fourth World)

3. Es funktioniert als Kommentar über die Natur von Comics und ihrer Fangemeinde.
The Terrible Time Tailor/8th Rogue Unknown Man/Zachary Zor ist Der Autor (Zor = Moore? Zachary Zor = Alan Moore?)
Er bringt die Fangemeinde (die Sheeda) aus der Zukunft (die heutige Fangemeinde), um die Vergangenheit (das Golden/Silver Age) zu Plündern, auf Grund eines Mangels an Ideen, eines Mangels an Originalität, eines Mangels an Mitteln. Nichts bleibt von ihrem Kommen unberührt.
Zur Zor/Moore Analogie passt die Tatsache, dass Moore genau das mit seinem bahnbrechenden Werk “Watchmen” getan hat, was er ja auch eingesteht. Genau wie ihm fast die gesamte Fangemeinde das „Verdüstern“ der Comics zuschreibt, dass er zurückgeschaut habe und Elemente des Silver Ages verdreht, z.T. geschmackloser und erwachsener geamacht hat.
The Terrible Time Tailor macht genau dies mit der Zukunft der Newsboy Army. Er füllt sie mit Vergewaltigung, Mord, körperlichen Missbildungen, Tragödie und Verrat, sowie Alan Moore die Charlton Figuren genommen hat und IHRE Zukunft mit genau den gleichen Zutaten gefüllt hat.
Dieser Vergleich scheint durch seinen “My beard is magnificent and you’re jealous!” Kommentar noch bekräftigt zu werden, immerhin ist Moore berüchtigt für seinen mächtigen Bart.

Der grandiose Bart und sein Alan Moore.

Dieser Konflikt spiegelt sich auch im Kampf zwschen All-Beard (Moore) und No-Beard (Morrison) in Manhatten Guardian wieder. Beides sind irrsinnige Piraten, die aus dem Müll und dem Abfall der „normalen“ Welt Mythen und Kultur erschaffen. Dies ist ziemlich sicher ein Kommentar über die als wertlos und sinnfrei wahrgenommene Kultur, Mythologie und Werte die man in Comics findet.
An einer Stelle sagt einer der obdachlosen Piraten „All Beard was always the best pirate…you were only ever okay”, dies ist mit Sicherheit eine Anspielung an Moores Status als der einflussreichste Comic-Autor der Moderne, vielleicht sogar aller Zeiten.

 

 

4. Es funktioniert als eine Erforschung der unterschiedlichen Ebenen der Realität.
Das Größer, schneller, buntere Universum der New Gods umfasst/existiert über dem vier-farb Universum der Superhelden. Neb-U-luh/Qwewq, das Babyuniversum, dessen Realität ein Spiegel unseres eigenen ist, existiert, fehlerhaft, inner-/unterhalb des Superhelden Universum. (Wird näher erklärt in JLA Classified 1-3* und All Star Superman)

 

 

5. Es steht als Kommentar dafür, wie man das alltägliche Leben zur Mythologie, zu etwas magischem macht. Es ist ein Thema das sich durch die verschiedenen Hefte zieht. Wie man etwas Großes, Schönes und Wundervolles aus den banalsten Dingen machen kann.
The Undying Don, Klarion, Ed Stargrave, Shilo Norman/Metron, the Bulleteer, und Zatanna, sie alle äußern sich, direkt oder indirekt, über die Magie, die Mythologie des Alltags, über das Abenteuer, das der Existenz, dem Leben innewohnt. Nichts, gar nichts muss jemals banal sein, wenn man bereit bist seine Vorstellung zu benutzen und etwas besonders damit zu erschafft.

 

 

6. In seinem Kern ist es eine Geschichte über das Abstreifen von Rollen, Gebräuchen und Zwängen, die die Gesellschaft einem aufdrückt. Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Superhelden-Team, welches sich nie trifft. Ein dickes, fettes „FUCK YOU“ an eine der grundsätzlichsten Gebräuchte jeder Superhelden Gruppe.
Im kleineren Rahmen dreht es sich in den Geschichten um das Abstreifen der Ketten des Zweifels oder der Familie und darum einfach der zu sein, der man sein soll.
Shining Knight – Ystina ist die Verkörperung dieser Idee: ein Mädchen, das vorgibt ein Junge zu sein, damit sie ein Ritter werden kann. Sie trifft auf die Personifikation ihrer Schuld, welche sie nach allem was recht ist eigentlich zerquetschen sollte, aber sie trifft die Entscheidung dies nicht zuzulassen. Denn so sehr sie den Perfect Knight auch geliebt hat, sie beschleißt und begreift, dass sie ihre eigene Herrin, ihre eigene Person ist und tut, was sie tun muss.

Der Manhatten Guardian wird zunächst von seinen Drepressionen, seinem Zweifeln, seiner Schuld niedergehalten, er kriegt aber seinen Stolz und seinen Groove zurück, in dem er zum Manhattan Guardian wird.
Er macht sogar dann weiter als seine Frau ihm “befiehlt” damit aufzuhören. Dies gibt ihm später die Werkzeuge sie zu retten und alles zu einem glücklichen Ende zu bringen. Letzten Endes zerschmettert er sogar seine unterbewussten Einschränkungen und wird zum wahren Superhelden, in dem er sich mit “Superheroics“, dem Kosmischen mit seinen eigenen Mitteln auseinandersetzt und akzeptiert, obwohl zuvor gesagt hat er könne mit Dingen auf dieses Ebene nicht umgehen. Er hört auf Befehle zu befolgen, sondern übernimmt Verantwortung.


Zatanna, sie schiebt ihre Selbstzweifel und ihre Schuld beiseite, um Misty zu helfen. Sie löst das Rätsel in Bezug auf ihren Vater, dieses neu gewonnen Wissen gibt ihr die Freiheit zu ihrer eigene Persönlichkeit zu werden. Dies erinnert sie daran, dass alle möglich ist, inklusive der Verwandlung und Veränderung des Selbst und des Universums. In Seven Soldiers lädt sie uns sogar ein, es ihr gleich zu tun.


Klarion, der Entdecker, wandelt lässig durch alle Grenzen die ihm von der einschränkenden, zwanghaften, puritanischen Gesellschaft in Limbo Town auferlegt worden sind. Er wagt es sich gegen die Gesetzte zu stellen (und gegen den Willen des Submissionary Judah), er durchbricht alle Grenzen, er hinterfragt alle Regeln und Gebräuche seines Volkes (in Bezug auf die Grundies) und letzten Endes erforscht er sogar was es heißt König der Sheeda zu werden.

In Mr. Miracle geht es hauptsächlich um die Überwindung der eigenen psychologischen Limitierungen. Im Speziellen um die „Life Trap“, welche die Banalitäten des Alltages repräsentiert. Das man sich nicht darin verfängt und verliert. Es geht darum des er, Shilo Norman, sich nicht von der Schuld, die er für den Tod seines Bruders verspürt, verschlingen lässt.
Erst als er die Verantwortung hierfür abstreift erlangt er wirkliche Freiheit und erhält „God Vision“, die Fähigkeit über das Banale hinaus und in höher Ebenen zu blicken. Hier repräsentiert durch Boss Dark Side und den Gott Darkseid.


Bulleteer erlaub es sich selbst nicht in gängige Superhelden Gebräuche einzutauchen, obwohl sie auf Grund ihrer Erbanlagen, - Aurakles der erste Superheld ist ihr Vorfahre und auf Grund zufälliger Umstände, d.h. ihre Superkräfte, vom Schicksal dazu bestimmt ist. Sie bäumt sich dagegen auf und versetzt dadurch Gloriana den letzten, zerstörerischen, tödlichen Stoß.


Zum Schluss kommt das ultimative Exampel dieser Idee, Frankenstein. Er rebelliert gegen seinen Schöpfer und töte ihn. Er erkennt, dass er selbst ein Monster ist, rebelliert dagegen und tut Gutes. Er erkennt die Monster in anderen (Uglyhead/die Chemo-Wasserkreatur/Neb U Luh/Melmoth) und fällt ein Urteil über sich, denn er ist der einzige der es kann. Das ORIGINALE Monster, dass sie letzen Endes befreit.
Er widersetzt sich sogar dem Stereotyp des „stillen, leidschweren Einzelgängers, der von Stadt zu Stadt zieht und gutes tut“, indem er sich einer Organisation, SHADE, anschließt.
Die Braut widersetzt sich dem Zweck für welchen der Doktor sie erschaffen hat, stattdessen sucht sie sich die aus, die besser zu ihre passen, die Lebenden. Sie wird somit zu ihrer eigenen Actionheldin.

 

 

7. Konnektivität…alles ist verbunden. Agent Helligan ist offensichtlich ein direktes Beispiel hierfür und ihre Geschichte, die sie vom Shining Knight zum Bulleteer führt, versinnbildlich dies. Durch ihre Arbeit löst sie ihr eigenes, bezugloses, Problem mit der Hochzeit ihrer Schwester. Ihre Wege und die einiger Seven Soldiers kreuzen sich. Sie haben Freunde, Bekannte und Alliierte gemeinsam.
Alles Leben, alle Comics, sind ein riesiges, verwobenes, doch wundervolles Chaos und es lohnt sich manchmal einen Schritt zurück zutreten und das Gesamtbild, das Big Picture zu betrachten, um zu erkennen um was es wirklich geht.

 


 


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Hiho Nerdettes und Nerds,

ich hatte schon länger vor mal einige Comic-Review Blogs zu machen, leider kam mir immer der Zeitmangel dazwischen, aber nun hab ich es endlich geschaftt. images/smilies/m-smile.gif

Ohne viel Umschweif komme ich gleich zur Hauptattraktion diese Eintrages:

 

Batman: Beyond war vielleicht eine der interessantesten Erfindungen des DCUA und hat über den Zeitraum von 3 Staffeln (52 Folgen), einem Direct to DVD Movie und der Folge „Epiloge“ aus der Serie Justice League (Liga der Gerechten) eine ziemlich interessanteste Zukunftsvision des DCU bzw. des Bat-Versums gezeigt.

Nicht ganz so düster wie manch andere Vision der kommenden Tage, war vor allem das Zusammenspiel von Bruce Wayne und Terry McGinnis ein Highlight der Serie.

Nach dem Ende der Serie haben sich viele Fans ein Fortsetzung in Form von Comics gewünscht und nun ist es endlich soweit, das erste Heft der Batman: Beyond Mini-Serie ist draußen.

Adam Beechem ist der Autor und das hat manche Fans, mich inklusive, bange werden lassen, denn schließlich war Mr. Beechem an dem einen oder anderen größeren Comic-Desaster der letzten Jahre beteiligt, z.B. Countdown to Final Crisis, oder der verhassten Storyline, die sinnloserweise aus Cassandra Cain aka Batgirl III. einen Bösewicht gemacht und somit auf Jahre hinaus ruiniert hat.

Doch ich kann allen gleich erst mal die Angst nehmen, Adam Beechem liefert ein relativ gute Arbeit ab.

Er trifft die Stimmen der Charakter und der verbale Schlagabtausch zwischen Terry und Bruce hat genau diese seltsamen Lehrer/Schüler Ton, den man aus der Serie kennt.

Leider verwendet Beechem bisher nicht viele deraus der Serie anderen bekannten Gesichter und somit ist es schwierig zu beurteilen, ob auch die Stimmen der restlichen Charaktere so gut trifft.

Bedauerlicher Weise scheint es so, also ob Beechem mehr Interesse an den Gegnern Bruce Waynes hat, welche in dieser Zukunft noch leben. Zwar werden die Jokerz und Inque erwähnt, aber das ist nur ein kleiner Appetithappen.

Nicht falsch verstehen ich mag den Mad Hatter und fast alle von Batmans Wiedersachern, aber die habe ich schon zur Genüge im regulären DCU.

Ich habe leider die Befürchtung, dass sich die Serie mehr mit Bruce Wayne und seinen Problemen befassen wird, als mit denen von Terry McGinnis.

Der Zentralkonflikt des ersten Heftes ist ein „Murder Mystery“, in welchem eine Figur aus den Cadmus Laboren entkommt, sehr zum Leid von Amanda Waller und anfängt alte Batman Rogues zu töten. Leider ist relativ schnell klar um wen es sich handelt, aber das Heft hat am Ende einen netten Twist und ich bin gespannt wie es weiter geht.

Ich muss Beechem einfach mal das Vertrauen aussprechen, dass er weiß was er tut und die Tatsache, dass er die Stimmen der beiden Batmänner recht gut trifft, bestärkt mich in diesem Vertrauen.

Es bleibt also abzuwarten, in wie weit er nun die volle Bandbreite der Batman: Beyond Lizenz ausnutzt, oder ob die Serie hinter ihrem Potenzial zurück bleibt und „nur“ eine weitere Zukunfts-Bruce Wayne Story wird.

Das Heft ist hübsch gezeichnet, auch wenn ich gestehen muss, dass es nichts außergewöhnliches ist. Ryan Benjamin hat leider auch ab und an Problem mit der Konsistenz seiner Zeichnungen und so sieht Terry manchmal wie 15 und manchmal wie 30 aus.

Hübsch aber unspektakulär und irgendwo gefangen zwischen den Cartoons und regulären Batman Comics.

Zum Abschluss kann ich nur sagen, dass das Heft besser als erwartet, aber schlechter als erhofft ist.

Für Batman: Beyond Fans ganz klar eine Empfehlung. Die meisten anderen, die vielleicht nie mit der Serie in Berührung gekommen sind, werden sich nach dem Genuss diese Werkes eventuell Fragen, wo der Hype um Terry McGinnis und die Welt von Batman: Beyond herkommt.

Kein Hit aber gehobener Durchschnitt ist es allemal.


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Batman DC Comics Nerds Terry McGinnis Bruce Wayne Review


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